Thailändische Frauen beim Abwasch

Thailändische Frauen

Verhaltensregeln und Begrüßung

– Thailand Special –











Thailändische Frauen beim Abwasch

Verhaltensregeln für Farangs (westliche Ausländer) in Thailand

Grundsätzliches zum Umgang mit Thailändern

Schild an einem Restaurant in Thailand
Schild an einem Restaurant
Schild an einem Restaurant in Thailand
Schild an einem Restaurant
Schild an einem Restaurant in Thailand
Schild an einem Restaurant
Für uns westliche Besucher ist es fast unmöglich, sich in Thailand korrekt zu verhalten. Da Thais aber überaus höfliche Menschen sind und zudem wissen, dass es für Nicht-Thailänder sehr schwer ist, ihre eigenen Verhaltensweisen richtig anzuwenden, wird den Farangs durchaus Toleranz entgegen gebracht. Viele unserer „Fehler“ werden verziehen, allerdings sollten wir immer darauf achten, uns auch in Thailand an unsere westlichen Höflichkeitsregeln zu halten – so können fast alle „Fettnäpfchen“ vermieden werden. Sollte es doch einmal passieren, genügt oft ein Lächeln, um den Fauxpas zu entschuldigen.

Wer sich allerdings über einen längeren Zeitraum „daneben benimmt“, muss damit rechnen, zu(r) unerwünschten Person(en) erklärt zu werden …

Auf alle Fälle sollte alles vermieden werden, was den Gegenüber sein Gesicht verlieren lassen könnte! So sollte man niemanden vor anderen bloßstellen oder zu heftig kritisieren. Man riskiert dadurch evtl. spätere Racheakte des Bloßgestellten. Vor allem gegenüber Betrunkenen sollte dies vermieden werden – betrunkene Thai-Männer durch ungebührliches Verhalten zu provozieren kann sehr gefährlich sein!


Begrüßungen in Thailand

Korrekte Begrüßung in Thailand: Der Wai
Begrüßung in Thailand: Der Wai
Korrekte Begrüßung in Thailand: Der Wai
Begrüßung in Thailand: Der Wai
Korrekte Begrüßung in Thailand: Der Wai
Begrüßung in Thailand: Der Wai
Da die Umgangsformen der Thailänder untereinander für uns Westler nur sehr schwer verständlich sind (siehe unten ’Begrüßung in Thailand – Der Wai’), möchte ich hier darauf hinweisen, dass der Wai eher vermieden werden sollte, da er falsch angewendet den Gegenüber in Bedrängnis bringen kann – ansonsten gilt: Wer die „Regeln“ kennt, kann ihn anwenden!

Nur gegenüber thailändischen Mönchen ist er angebracht, hier wird er, wie ebenfalls unten näher beschrieben, angewendet, aber von den Mönchen nicht erwidert.

Grundsätzlich wird der Wai von Farangs nicht erwartet. Vor allem wird der Thailänder dadurch gezwungen, ebenfalls mit einem Wai zu antworten, obwohl er vielleicht gerade zu einem Handschlag ansetzen wollte. Eine Begrüßung mit einem Lächeln und/oder evtl. Händeschütteln ist daher vollkommen ausreichend.

Wenn man selbst mit einem Wai begrüßt wird, sollte man auf die gleiche Weise, sprich mit derselben Daumenhöhe oder mit einem etwas tieferen Wai antworten. Ausnahmen wären Personen, die eindeutig einen höheren gesellschaftlichen Status haben, hier dürfte der Wai höher angesetzt werden.

Gegenüber eindeutig niederer einzustufenden Personen und Kindern genügt ein Lächeln und Kopfnicken als Reaktion!


Umgang mit thailändischen Mönchen

Rauchender Mönch in Thailand
Rauchender Mönch in Thailand
Rauchender Mönch in Thailand
Rauchender Mönch in Thailand
Rauchender Mönch in Thailand
Rauchender Mönch in Thailand
Thailändische Mönche sind meist sehr offen und weltlich, nicht selten sieht man sie bspw. in der Öffentlichkeit rauchen. Auch kann es durchaus vorkommen, dass Männer von Mönchen angesprochen werden.

Frauen dürfen weder Mönche noch deren Gewand berühren, egal ob in einem thailändischen Tempel oder außerhalb – sonst müssen sich die Mönche einem umständlichen Reinigungsritual unterziehen.
Wollen Frauen einem Mönch etwas geben, müssen sie es entweder auf den Boden stellen oder aber es vorher einem Mann geben, der es dann dem Mönch überreicht.


In thailändischen Tempeln

In einem Thailändischen Tempel
In einem Thailändischen Tempel
In einem Thailändischen Tempel
In einem Thailändischen Tempel
In einem Thailändischen Tempel
In einem Thailändischen Tempel
Bevor man einen thailändischen Tempel betritt, sollte man die Schuhe ausziehen. Auch ist korrektes Verhalten und gebührliche Bekleidung Grundvoraussetzung für einen Tempelbesuch in Thailand. So sind Badeschlappen, kurze Hosen und ärmellose Shirts unpässlich!
Beim Sitzen in thailändischen Tempeln werden die Beine niemals ausgestreckt, am besten sitzt man auf den Knien.



Zu Besuch bei Thailändern

Hochzeitsgesellschaft in Thailand
Hochzeitsgesellschaft in Thailand
Hochzeitsgesellschaft in Thailand
Hochzeitsgesellschaft in Thailand
Hochzeitsgesellschaft in Thailand
Hochzeitsgesellschaft in Thailand
Beim Betreten von Privatwohnungen, sollten, wie in thailändischen Tempeln, ebenfalls die Schuhe ausgezogen werden. Zudem sollte vermieden werden, auf die Türschwelle zu treten, da dort nach thailändischem Glauben die Seelen der Verstorbenen leben.

In thailändischen Häusern sitzt man normalerweise auf dem Boden, wobei die Füße NICHT ausgestreckt werden: In Thailand wird es als große Beleidigung angesehen, mit den Füßen auf jemand anderen zu zeigen!
Männer sitzen meist im Schneidersitz, Frauen mit angewinkelten, seitlich nach hinten zeigenden Beinen. Wenn Männer diese Sitzhaltung einnehmen, zeugt dies von besonderem Respekt gegenüber dem Gastgeber.

Geschenke müssen nicht mitgebracht werden, allerdings sind kleine Aufmerksamkeiten wie Obst, Essen oder Souvenirs durchaus gern gesehen. Werden doch Geschenke überreicht, werden diese meist nicht gleich geöffnet, um einerseits den Gast nicht in Verlegenheit zu bringen und andrerseits, um selbst nicht als gierig zu erscheinen.

Werdet ihr zu Partys oder Feiern eingeladen, sollte die Garderobe den Umständen anpasst werden. Oft können thailändische Bekannte Tipps geben, denn der Gastgeber wird immer antworten, dass dies euch selbst überlassen sei. Dies aber allzu wörtlich zu nehmen, kann durchaus zu Peinlichkeiten führen.

Zu Hochzeits- oder Trauerfeiern sollte man einen Umschlag mit Geld überreichen, der hilft, die Kosten zu senken. Auch hier können Bekannte Tipps zur Summe geben.


In thailändischen Restaurants

Thailändisches Straßenrestaurant
Thailändisches Straßenrestaurant
Thailändisches Straßenrestaurant
Thailändisches Straßenrestaurant
Thailändisches Straßenrestaurant
Thailändisches Straßenrestaurant
Bei gemeinsamen Restaurantbesuchen ist es Usus, dass derjenige, der den höchsten gesellschaftlichen Status hat, die Rechnung für alle Anwesenden übernimmt oder eine andere Person damit beauftragt. Auch kann es durchaus passieren, dass nach dem Verdienst gefragt wird, wenn Thais unseren Status nicht einschätzen können. Da wir im Regelfall ein höheres Einkommen haben – was wiederum auf ein gutes Karma schließen lässt -, wird niemand etwas dagegen haben, wenn die Rechnung vom Farang übernommen wird 🙂

Auch wird Großzügigkeit grundsätzlich gerne gesehen, sodass „Vordrängeln“ beim Bezahlen durchaus gerne gesehen wird.
Lädt man selbst zum Essen ein, kann es durchaus passieren, dass die eingeladene Person jemanden mitbringt ohne dies anzukündigen. Da aber in Thailand ohnehin von allen auf dem Tisch stehenden Schüsseln und Pfannen genommen wird, spielt dies keine große Rolle. Falls eine eingeladene Person nicht auftaucht, liegt das oft daran, dass die für sie peinliche Situation einer Absage damit umgangen wird.

Trinkgeld wird normalerweise nicht gegeben, lediglich besonders guter Service kann mit einem zusätzlichen Betrag (max. 5 % des Rechnungsbetrags) honoriert werden.


Am Strand in Thailand

Thailänder am Strand
Thailänder am Strand
Thailänder am Strand
Thailänder am Strand
Thailänder am Strand
Thailänder am Strand
Auch beim Sonnenbaden am Strand sollte auf gebührliche Kleidung geachtet werden!

Thailänder sind in punkto Nacktheit eher prüde im Vergleich zu uns Westlern. So sind Thailänder, hauptsächlich Frauen, am Strand so gut wie immer komplett bekleidet – siehe auch Bild links. Wenn man Thailänder, vor allem Frauen, beim Baden beobachtet, sieht man, dass diese oft mit Hemd und Hose bekleidet ins Wasser steigen.

String-Tangas sind sowohl bei Frauen als auch bei Männern verpönt!
Eine Badehose die den Po des Mannes bedeckt, ist aber ausreichend.

Frauen sollten auf keinen Fall oben ohne oder gar ganz nackt herumliegen!
Durch dieses überaus despektierliche Verhalten verlieren sie schnell ihr Gesicht, was wiederum zur Folge hat, dass man sie dort während ihres Thailand-Aufenthalts nicht mehr respektieren wird …

Wenn zwischendurch das Strand-Restaurant besucht wird, sollte ein Badetuch oder ein Sarong um die Hüften geschlungen werden.


Was in Thailand vermieden werden sollte

  • Grundsätzlich sollte man niemals den Kopf eines Thailänders berühren, dies gilt auch für Kinder. Dem thailändischen Glauben entsprechend, ist der Kopf der Sitz der Seele und des Geistes. Berührt man ihn versehentlich, sollte man sich höflich dafür entschuldigen!
  • Die Füße gelten in Thailand als unrein, folglich sollte man nicht mit ausgestreckten Beinen am Boden sitzen, da die Füße so auf andere Personen zeigen könnten.
  • Niemals sollte man in Thailand mit dem Zeigefinger auf Personen zeigen, sondern mit dem Kinn in die entsprechende Richtung deuten.
  • Grundsätzlich sollte weder der König, die Königsfamilie oder die Religion kritisiert werden! Missachtung kann zu nicht geringen Gefängnisstrafen führen.
    Auch darf nicht absichtlich auf Geldscheine getreten werden, da auf allen das Konterfei des Königs abgebildet ist.
  • Direkte Kritik am thailändischen Gegenüber sollte ebenfalls vermieden werden, da dieser leicht sein Gesicht verlieren könnte. Hingegen sind Schmeicheleien und Komplimente bei Thailändern sehr beliebt.
  • Falls mit der Hand gegessen wird, immer die rechte verwenden: Die linke gilt als unrein, da sie oftmals noch zur Reinigung nach dem Toilettengang verwendet wird.
  • Gegenstände, Geld etc. sollten ebenfalls mit der rechten Hand übergeben oder angenommen werden.
  • Küssen oder andere Zärtlichkeiten zwischen Männern und Frauen in der Öffentlichkeit sind absolut tabu!
    Selbst bloßes Berühren des anderen Geschlechts sollte so gut es geht vermieden werden. Thailändische Frauen, die männliche Farangs in der Öffentlichkeit anfassen, landen sehr schnell in der entsprechenden Schublade …
    Zwischen Gleichgeschlechtlichen werden Berührungen jedoch toleriert, unter guten Freunden gleichen Geschlechts kommt es durchaus vor, dass diese Hand in Hand herumlaufen.
    Da aber auch in Thailand der westliche Einfluss immer größer wird, sieht man in Bangkok und in anderen größeren Städten mittlerweile des Öfteren junge Paare Händchenhaltend herumspazieren. Auch im Urlaub, da dort anonym, genießen Paare dezenten Körperkontakt in der Öffentlichkeit.
  • Frauen sollten in Thailand grundsätzlich einen BH tragen!


Womit man sich in Thailand Pluspunkte verdient

  • Wenn man sich durch sitzende Personen bewegt, sollte man den Oberkörper ein wenig nach vorne beugen und eine Hand leicht nach vorne halten. Dies dient dazu, sich kleiner erscheinen zu lassen.
  • Befindet man sich morgens um 8.00 oder abends um 18.00 Uhr auf einem öffentlichen Platz, sollte man sich beim Spielen der thailändischen Nationalhymne ebenfalls erheben.
  • Tuk-Tuks in Thailand
    Tuk-Tuks in Thailand
    Tuk-Tuks in Thailand
    Tuk-Tuks in Thailand
    Tuk-Tuks in Thailand
    Tuk-Tuks in Thailand
  • In entsprechenden Situationen kann man seine Höflichkeit unterstreichen, indem beim Übergeben oder Entgegennehmen von Gegenständen die linke Hand von unten den Ellenbogen des rechten, übergebenden oder erhaltenden Arms berührt. Allerdings gilt dies nicht beim Bezahlen in Restaurants, im Supermarkt oder in ähnlichen Situationen.
  • Will man in Thailand jemanden heranwinken, zeigt die Handfläche nach unten, die Finger werden nur leicht auf und ab bewegt, zudem wird der Arm dazu nicht übermäßig nach oben gehalten. Selbst an den vollen Straßen Bangkoks genügt dies um einen Tuk-Tuk- oder Taxifahrer zum Anhalten zu bewegen. Definitiv sollte wildes „Herumfuchteln“ vermieden werden!

Der Wai – traditionelle Begrüßung in Thailand

Obwohl sich in thailändischen Geschäfts- und Regierungskreisen mittlerweile der Handschlag durchgesetzt hat, ist die traditionelle Begrüßung in Thailand nach wie vor der Wai. Die Handhabung eines „richtigen“ Wais ist für uns Farangs nicht einfach zu verstehen, da er von der Beziehung der Menschen zueinander abhängig ist. Der Wai ist als ein überaus wichtiges Zeichen der gegenseitigen Respektsbekundung zu verstehen.
Im Normalfall werden die Handflächen mit ausgestreckten Fingern in Brusthöhe gegeneinander gehalten, die Daumen zeigen zum Körper. Zudem verneigt man sich leicht. Der Jüngere bzw. derjenige, der den geringeren sozialen Status inne hat, grüßt immer zuerst, der Ältere oder Höhergestellte antwortet mit einem niedereren Wai: Die Handflächen werden hierbei etwas tiefer vor der Brust gehalten, als es der Jüngere / niedriger Gestellte tut.

Die Höhe der Handflächen ist das entscheidende Kriterium für den Respekt, der dem Gegenüber entgegen gebracht wird: Je höher, desto mehr Respekt wird bezeugt!
So wird kein Thai gegenüber Kindern, Hausangestellten oder Bettlern einen Wai zur Begrüßung oder zur Verabschiedung anwenden.
Nur gegenüber Mitliedern der Königsfamilie, Mönchen oder als Ehrerbietung für Buddha werden die Daumen über die Augenbrauen gehalten. Werden hoch stehende Personen begrüßt, können die Fingerspitzen zwischen die Augenbrauen gehalten werden, die Daumen können hierbei die Nasenspitze berühren.

Als Regeln kann man folgendes festhalten:

  • Gegenüber niedriger Gestellten: Daumen etwa in Brusthöhe.
  • Gegenüber Gleichgestellten: Daumen etwa in Kinnhöhe.
  • Gegenüber höher Gestellten und Älteren: Daumen auf Höhe der Unterlippe.
  • Gegenüber sehr hoch Gestellten: Daumen auf Höhe der Nasenspitze.
  • Gegenüber Mönchen (und Mitgliedern der Königsfamilie, die einem allerdings auch bei einem längeren Besuch in Thailand eher nicht begegnen werden 🙂 ): Daumen auf Höhe der oder über die Augenbrauen.


Bei den einhergehenden Verbeugungen gilt dasselbe: Je tiefer, desto höher der Respekt gegenüber dem Gegenüber. Ein Wai wird immer erwidert, außer, es besteht ein sehr großer gesellschaftlicher oder Altersunterschied zwischen den beiden Personen. Dann lässt der höher Gestellte oder Ältere den Wai unerwidert.
Ebenfalls wird der Wai von Buddhistischen Mönchen (und selbstverständlich von Mitgliedern der Königsfamilie) grundsätzlich nicht erwidert!
Außer als Begrüßung, kann der Wai auch als Dank, Verabschiedung oder als Entschuldigung angewendet werden.

Quellen: U.a. Microsoft Encarta Weltatlas 2001, Data Becker Lexikon 2002, Wikipedia, Kauderwelsch Band 19 – „Thai Wort für Wort“ von Martin Luttherjohann.

(Alle Angaben ohne Gewähr)